Die Wutprobe

Ein Film von Peter Segal

Mit Jack Nicholson, Adam Sandler, Marisa Tomei, John Turturro u. a.

Christinas Meinung:

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Dave Buznick (Adam Sandler) ist ein Weichei wie es im Buche steht. Er macht die Arbeit, für die sein Chef das Lob kassiert, und lässt jeden auf sich herumtrampeln. Durch eine Verkettung merkwürdiger Umstände landet er vor Gericht, weil er eine Stewardess tätlich angegriffen haben soll. Die Richterin (Lynne Thigpen) schickt ihn in einen Aggressionsbewältigungskurs des Startherapeuten Buddy Rydell (Jack Nicholson). Dessen therapeutische Maßnahmen führen aber zunächst nur dazu, dass Dave wieder vor die Richterin treten muss. Diesmal heißt es Gefängnis – oder Buddy Rydells Intensivprogramm, das beinhaltet, dass der durchgeknallte Seelenklempner bei Dave einzieht und ihn auf Schritt und Tritt begleitet.

DIE WUTPROBE zieht in der für Adam-Sandler-Filme typischen Schenkelklopf-Manier alles durch den Kakao: die hysterische Reaktion auf die angebliche Aggressivität, die Justiz und die allgegenwärtigen Selbsthilfegruppen. Feinsinnige Ironie oder hintergründigen Sarkasmus sucht man hier vergeblich. Das ist auch kein Film, der lange im Gedächtnis bleibt, aber man kann mal herzlich lachen. Für die Komik sorgt weniger der unbedarfte Sandler als der diabolische Nicholson, der den ab und zu doch recht müden Scherzen auf seine unnachahmliche Weise Leben einhaucht. Immer wenn der Film mal wieder ins allzu flache Wasser des Klischeeteichs zu dümpeln droht, zieht Nicholson den Karren aus dem Dreck. Aus der Selbsthilfegruppe ragt der schräge John Turturro als Daves cholerischer Pate Chuck aus den überzogenen Klischeefiguren heraus. Auffällig waren die zahllosen Gastauftritte, ein Zeichen dafür, dass den Machern nichts anderes eingefallen ist, um den Film interessant zu machen. Viele davon dürften jedoch einem internationalen Publikum nicht allzu viel sagen. Mit Abstand der witzigste war der von John McEnroe.

Ein netter Feierabendfilm, Lachmuskeltraining mit anschließender Vergessensgarantie. Die einzige Überraschung war, dass er nicht mit der üblichen Kitschszene endet, sondern noch einen draufsetzt.

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Zuletzt aktualisiert am: Freitag, 23. Mai 2003

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