Vergiss mein nicht!Ein Film von Michel GondryMit Kate Winslet, Jim Carrey, Kirsten Dunst, Elijah Wood u. a.Christinas Meinung:
Joel (Jim Carrey) leidet sehr unter der Trennung von seiner Freundin Clementine (Kate Winslet). Durch Zufall findet er heraus, dass Clementine ihn aus ihrem Gedächtnis hat löschen lassen. Ursprünglich geht Joel nur zu dem seltsamen Dr. Mierzwiak (Tom Wilkinson), um ihn deshalb zur Rede zu stellen, aber dann scheint ihm selbst dessen eigentümliche Prozedur zur Gedächtniskorrektur die Lösung für seine Probleme. Er liefert sich den beiden Technikern Stan (Mark Ruffalo) und Patrick (Elijah Wood) aus, die dafür sorgen sollen, dass er am nächsten Morgen ohne quälende Erinnerungen an Clementine aufwachen wird. Doch während seine Erinnerungen verschwinden, merkt er, dass einige sehr kostbare darunter sind, die er lieber behalten möchte. In seinem Kopf beginnt ein verzweifelter Kampf um Clementine. Wäre es nicht schön, wenn man schmerzhafte Erinnerungen einfach
löschen könnte? Wer VERGISS MEIN NICHT! gesehen hat, wird diese Frage
wohl nicht mehr so einfach mit ja beantworten. Drehbuchautor Charlie
Kaufman, der auch für so skurrile Werke wie BEING
JOHN MALKOVICH und ADAPTATION verantwortlich zeichnet, hat sich
diesmal mit Michel Gondry zusammen VERGISS MEIN NICHT! ist eine bittersüße Liebesgeschichte, ein Loblied auf die Kraft der Fantasie und ein ziemlich zynischer Kommentar auf die Möglichkeiten der Wissenschaft. Jim Carrey ist wieder mal mit Erfolg in einer Rolle besetzt worden, die weit abseits der Kasper liegt, die er meist in den Hochglanz-Blockbustern spielt. Er und Kate Winslet stellen ein Paar dar, für das es keine Hoffnung gibt und das sich gerade deshalb voller Hoffnung in eine Beziehung stürzt. Der größte Teil der Geschichte spielt sich in Joels Kopf ab. Michel Gondry hat die verschwindenden Erinnerungen visuell sehr einfallsreich gelöst. Anders als bei BEING JOHN MALKOVICH hatte ich hier jedoch nicht den Eindruck, dass sich Regisseur und Drehbuchautor ständig gegenseitig ob ihrer Originalität auf die Schulter klopfen, sondern nur ihre Geschichte erzählen. Auch der Teil der Handlung, der sich außerhalb von Joels Kopf abspielt, lässt wenig zu wünschen übrig. Vielleicht nur das ständige Product Placement von Marihuana. Der Zuschauer sieht die fabelhafte Technologie und den väterlichen Wunderdoktor mit den grauen Schläfen durch die Augen von Mary (Kirsten Dunst) und erlebt zusammen mit ihr auch die unweigerliche Ernüchterung. VERGISS MEIN NICHT! ist reifer, inspirierender und bewegender als Charlie Kaufmans frühere Filme. Er macht neugierig auf das nächste Produkt dieses kreativen Geistes. Der Film ist bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt und Gondry trifft mit seinen Bildern genau den richtigen Ton, in der realen ebenso wie in der Fantasiewelt. Wie schade, dass es nicht mehr von solchen Filmen gibt. |
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Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 07. September 2005 Copyright 2004 Gesehen & Gelesen |
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