Tiger & DragonEin Film von Ang LeeMit Michelle Yeoh, Chow Yun-Fat, Zhang Ziyi u. a.Christinas Meinung:
China im 19. Jahrhundert. Der Schwertkämpfer Li Mu Bai (Chow Yun-Fat) möchte sein blutiges Handwerk aufgeben. Die Umstände zwingen ihn aber, sich noch einmal seiner Erzfeindin Jadefuchs (Cheng Pei-Pei) und ihrer geheimnisvollen jungen Schülerin zu stellen. Jadefuchs hatte Li Mu Bais Meister ermordet und die Geheimnisse seiner Kampfschule gestohlen. Nun hat sich ihre Schülerin Li Mu Bais Schwert angeeignet, das seine Freundin Shu Lien (Michelle Yeoh) in die Obhut von Sir Te (Lung Sihung) gegeben hatte. Shu Lien ist es auch, die herausfindet, dass sich hinter Jadefuchs’ Schülerin die junge Adelige Jen (Zhang Ziyi) verbirgt, die aus der traditionellen Enge des Lebens, das ihre Eltern für sie geplant haben, ausbrechen will. Der Taiwanesische Regisseur Ang Lee hat seine Vielseitigkeit schon mit Filmen wie DAS HOCHZEITSBANKETT, SINN UND SINNLICHKEIT und DER EISSTURM unter Beweis gestellt. In seinem neuesten Film TIGER & DRAGON führt er seine westlichen Zuschauer in eine sehr ungewohnte Welt. Martial-Arts-Filme sind eigentlich nicht mein Fall, aber die Kritiken und Vorschauen und nicht zuletzt die Namen des Regisseurs und des Hauptdarstellers hatten mich neugierig gemacht. TIGER & DRAGON ist auf jeden Fall sehenswert. Mein Wissen über das alte China ist extrem lückenhaft, aber das hat dem Verständnis der Geschichte nicht unbedingt geschadet. Ang Lee beweist darüber hinaus, dass ein Actionfilm auch funktioniert, wenn hauptsächlich Frauen im Zentrum der Action stehen. Er kommt völlig ohne Explosionen aus und – was mir besonders gefiel – ohne überflüssige Zeitlupen. Die Kampfszenen waren rasant choreographiert und mit schlicht genialer Musik unterlegt. Neben den atemberaubenden und doch poetischen Kampfszenen leistet sich der Film aber auch noch eine richtige Handlung und vor allem gute Schauspieler. Neben Chow Yun-Fat, der mich schon in ANNA UND DER KÖNIG beeindruckt hatte, und Michelle Yeoh sticht besonders Zhang Ziyi hervor. Sie verkörpert einmal die chinesische Frau wie man sie sich im Westen vorstellt, zart und in Seidengewänder gehüllt, und dann wieder die Rebellin, die sich ihren Eltern nicht fügen will, ihrer Mentorin aber ebenso entwachsen ist und nun nach ihrem eigenen Weg sucht. Nur der Handlungsstrang um den Polizisten und seine Tochter war ebenso verwirrend wie verzichtbar. TIGER & DRAGON ist ein eleganter Film, der sich nicht darauf beschränkt, die Kampfszenen durch einen dünnen Handlungsfaden zusammenzuhalten. Vielmehr werden sie mit guten schauspielerischen Leistungen, grandiosen und poetischen Bildern und ausgezeichneter Musik zu einem harmonischen Ganzen verbunden. |
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Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 07. September 2005 Copyright 2001 Christina Gross & Monika Hübner |
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