Thirteen Days

Ein Film von Roger Donaldson

Mit Kevin Costner, Bruce Greenwood, Steven Culp, Dylan Baker u. a.

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Im Oktober 1962 entdeckte ein amerikanisches Spionageflugzeug sowjetische Raketenstellungen auf Kuba. Diese Provokation beantworteten die Vereinigten Staaten mit einer Seeblockade Kubas. Der Kalte Krieg hatte einen seiner Höhenpunkte erreicht, es gab kein rotes Telefon, das Moskau und Washington verband, und niemand wusste, ob nicht der nächste Schritt, den eine der beiden Seiten tat, den dritten Weltkrieg auslösen würde.

In dieser Situation war der amerikanische Präsident John F. Kennedy (Bruce Greenwood) gezwungen, zwischen den Sowjets und den Falken in seinem eigenen Kabinett und an der Spitze seiner Streitkräfte den Weg aus dieser Krise zu finden, ohne dabei die Welt in die Luft zu jagen. Kennedy ist nicht mehr der strahlende Held, als der er sein Amt angetreten hat. Er muss sich um seine Wiederwahl sorgen, ist angeschlagen nach der fehlgeschlagenen Invasion Kubas durch vom CIA unterstützte Exilkubaner und hat sich reichlich Feinde in Washington gemacht, die ihm mangelnde Entschlusskraft vorwerfen. Unterstützt von seinem Bruder Robert (Steven Culp) und seinem engsten Berater Kenny O’Donnell (Kevin Costner) kommt er zu einer Übereinkunft mit Generalsekretär Chruschtschow.

THIRTEEN DAYS erzählt in 157 Minuten Tag für Tag den Ablauf der Krise. Ob man mit weniger Zeit hätte auskommen können, sei dahingestellt. Der Film hat schon ein paar Längen. Auf die kitschigen Szenen von Kevin Costner mit seiner vielköpfigen Familie hätte ich auch verzichten können. Das war meines Erachtens eine etwas zu aufdringliche Methode, den Zuschauern zu verdeutlichen, was auf dem Spiel stand. Ansonsten ist Regisseur Roger Donaldson die Mischung aus Kammerspiel und Doku-Drama aber ziemlich gut gelungen. Szenen im Weißen Haus und bei den Vereinten Nationen wechseln ab mit Aufnahmen von startenden Jets und Kriegsschiffen. Bruce Greenwood, Steven Culp und Kevin Costner sind ein überzeugendes Trio an der Spitze. Donaldson verzichtet aber glücklicherweise auf Hurra-Patriotismus und beschränkt sich auf die Darstellung der bedrohlichen Atmosphäre jener Tage. Die Generäle und Admiräle sind ziemlich austauschbar, aber Dylan Baker als Verteidigungsminister Robert McNamara und Michael Fairman als UN-Botschafter Adlai Stevenson stechen aus der Masse der ernst dreinblickenden Männer hervor.

Eine Geschichtslektion auf der Leinwand.

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Christina Gross

Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 30. März 2003

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