Leben und Lieben in L. A.

Ein Film von Willard Carroll

Mit Gillian Anderson, Sean Connery, Gena Rowlands, Dennis Quaid, Angelina Jolie u. a.

Christinas Meinung:

Christinas Symbol

Ein älteres Ehepaar (Sean Connery, Gena Rowlands) streitet sich um eine Affäre, die fünfundzwanzig Jahre zurückliegt. Eine ausgeflippte junge Frau (Angelina Jolie) tut alles, um einen spröden jungen Mann (Ryan Philippe) für sich zu gewinnen. Ein nicht so ausgeflippter junger Mann (Jon Stewart) tut ebenfalls alles, um eine spröde junge Frau (Gillian Anderson) für sich zu gewinnen. Eine verheiratete Frau (Madeline Stowe) weist hartnäckig alle Versuche ihres Liebhabers (Anthony Edwards) zurück, ihre Beziehung zu vertiefen, da sie sich lieber zu unverbindlichem Sex im Hotel trifft. Ein einsamer Mann (Dennis Quaid) zieht durch die Bars und spricht Frauen an, jeden Abend mit einer anderen Geschichte. Und an einem ganz anderen Ort stirbt ein Mann (Jay Mohr) in den Armen seiner Mutter (Ellen Burstyn) an AIDS.

LEBEN UND LIEBEN IN L. A. ist ein konventionell gemachter Episodenfilm, der vor allem am Anfang nicht mehr Anteilnahme weckt als eine Traumschiff-Episode. Das wird ein wenig besser, wenn man langsam durchschaut, wie die Episoden untereinander zusammenhängen, aber Begeisterungsstürme ruft der Film auch dann nicht hervor. Willard Carroll inszeniert das Ganze mit wenig Phantasie, was besonders ins Auge fällt, wenn man erst wenige Tage zuvor Paul Thomas Andersons MAGNOLIA gesehen hat. MAGNOLIA hat mich zwar inhaltlich auch nicht mehr überzeugt, aber wenigstens habe ich mich nicht gelangweilt.

Altstars Rowlands und Connery stecken in einer todlangweiligen Geschichte und spielen sie routiniert und ohne Augenzwinkern runter. Auch die Episode mit Gillian Anderson war nicht gerade brennend interessant, darüber hinaus war ihr Partner auch noch ein Duchovny-artiger Schönling, ein weiterer Gähnfaktor. Sehenswerter waren da schon Angelina Jolie und Ryan Phillippe. Unter den Fließbandfrauen aus Hollywood ist Jolie immerhin eine erfrischende Ausnahme. Auch Dennis Quaid hob sich positiv vom Einheitsbrei der Filmepisoden ab, bis er dann durchschaut war und wieder genauso langweilig wurde wie seine Kollegen.

Ein Film, in dem es manchmal ganz nett menschelt, den man aber nicht unbedingt gesehen haben muss.

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Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 30. März 2003

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