Und das ist erst der Anfang

Ein Film von Pierre Franckh

Mit René Hofschneider, Julia Richter, Martin Armknecht, Dieter Landuris u. a.

Christinas Meinung:

Christinas Symbol

Mitten in der Nacht wählt Kellnerin Anna (Julia Richter) eine falsche Nummer und wirft den Schauspieler Michael (René Hofschneider) aus dem Bett. Die beiden kommen ins Gespräch und plaudern bis die Sonne aufgeht. Dummerweise fällt Anna gerade, als sie Telefonnummern austauschen wollen, das Telefon ins Badewasser. So unwahrscheinlich es klingt, Michael schafft es, Anna zu finden, aber die hat sich inzwischen wieder mit Dauerfreund Thorsten (Dieter Landuris) versöhnt und weiß nicht, ob sie sich in das Abenteuer mit Michael stürzen oder lieber auf Nummer Sicher gehen und Thorsten heiraten soll.

So weit, so romantisch. René Hofschneider und Julia Richter geben ein ganz nettes Paar ab, und aus dem schön gefilmten Stoff hätte eine brauchbare romantische Komödie werden können. Ohne eine massive Dosis Zufall kommt man schließlich auch in Hollywood nicht aus, und die Beinahe-Begegnungen der beiden Liebenden sind meist ganz nett gemacht. Regisseur und Nebendarsteller Pierre Franckh lässt seine Figuren allerdings von einer Plattheit zur nächsten stolpern. Er selbst gibt den nervösen werdenden Vater ("Die Nabelschnur war gar keine Nabelschnur"), dessen Frau die größte Inspiration für Annas verzweifelte Suche nach einem Ehemann ist. Warum Dieter Landuris ("Anna, jetzt wird alles anders.") als Kandidat in Frage kam, blieb mir bis zum Ende ein Rätsel. Auch der Rest der Darstellerriege reißt nicht vom Hocker. Martin Armknecht ist wieder mal fies und egozentrisch. Schon mal Lindenstraße gesehen? Sein Filmsohn ist der "geniale Hacker", der Michael hilft, seine Anna zu finden ("Boh, kuck mal, ich transferiere gerade das Geld der katholischen Kirche auf das Konto der evangelischen Kirche!"). Weil es da immer noch nicht peinlich genug war, durfte Heinrich Schafmeister noch den Alibi-Schwulen geben, und der krönende Abschluss war dann der türkische Gärtner ("Ich nix Kirche, ich Moschee"). Da hätte man eigentlich gehen sollen, aber der Film war ja eh fast vorbei.

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Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 30. März 2003

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