The Sixth Sense

Ein Film von M. Night Shyamalan

Mit Haley Joel Osment, Toni Colette, Bruce Willis

Christinas Meinung:

Christinas Symbol

Bruce Willis spielt ohne Unterhemd den Kinderpsychologen Malcolm Crowe, der bemüht ist, dem Jungen Cole (Haley Joel Osment) zu helfen. Cole wird von seinen Klassenkameraden als Freak betrachtet und fällt immer wieder durch seltsames Verhalten auf. Die einzige, die zu ihm hält, ist seine alleinerziehende Mutter Lynn (Toni Colette), die aber auch nicht weiß, was sie noch mit ihm anstellen soll. Crowe kann Coles Vertrauen gewinnen. Der Junge gesteht ihm, dass er tote Menschen sieht. Zunächst hält Crowe ihn für schizophren und will ihn sogar einweisen lassen, aber dann glaubt er ihm doch, findet eine Lösung für sein Problem, und alles wird gut.

Warum dieser Film von manchen Leuten so hochgejubelt wurde, ist mir schleierhaft. Toni Colette als gestresste Mutter mit mehreren Jobs und Haley Joel Osment als frühreifes Kind mit einem großen, wenn auch abstrusen Problem sind sehenswert. Endlich ist es auch mal gelungen, eine vernünftige Synchronstimme für ein Kind zu finden. Wer eine gute schauspielerische Leistung von Bruce Willis sehen will, sollte lieber TWELVE MONKEYS in den Videorecorder schmeißen. Hier beeindruckt er nicht besonders, aber er war auch nicht so enttäuschend wie die beiden Actionfans in der Reihe hinter mir fanden.

Von dem Moment, als Crowes Filmfrau zu seinen Füßen hockte und ihm versicherte, sie verstünde natürlich, dass seine Arbeit ihm wichtiger sei als sie, bis zu der kitschigen Szene zwischen Cole und seiner Mutter im Auto, als er ihr seine "Gabe" offenbart, fand ich die Handlung einfach nur unsagbar zäh mit Tendenzen zum Schmalz und ohne Originalität.

Erst eine überraschende Wende am Schluss lässt den Film im Rückblick beinahe annehmbar erscheinen, aber eben doch nur beinahe. Es sah so aus als hätte sich Regisseur M. Night Shyamalan zu sehr auf seinen Gimmick verlassen und dem Rest der Geschichte zu wenig Beachtung geschenkt. Um mich zum Gruseln zu bringen gehört nicht viel, aber zum Wegschauen waren nur die eklig realistischen Wunden der diversen Toten. Nach dem zweiten Mal war selbst mir klar, dass der Film nicht halten würde, was die Musik versprach.

Shyamalan, Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion, hatte eine interessante Idee. Wenn er mal wieder eine hat und die in eine stimmige Geschichte verpackt, werde ich mir das auf jeden Fall ansehen.

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Christina Gross

Zuletzt aktualisiert am: Mittwoch, 07. September 2005

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