Mickey Blue Eyes

Ein Film von Kelly Makin

Mit Hugh Grant, James Caan, Jeanne Tripplehorn u. a.

Christinas Meinung:

KatzeKatzeKatze

Michael Felgate (Hugh Grant) ist Auktionator beim New Yorker Auktionshaus Cromwell’s. In der Lehrerin Gina Vitale (Jeanne Tripplehorn) glaubt er, die Frau fürs Leben gefunden zu haben, aber die Schöne reagiert auf seinen Antrag nicht so wie erwartet. Statt sich ein Brautkleid auszusuchen, macht sie mit ihm Schluss und verschwindet aus ihrem Apartment. Michael sucht sie bei ihrem Vater Frank (James Caan), der den freudigen Teil der Nachricht schon erhalten hat. Ginas Familie nimmt ihn herzlich auf, und auch als Gina ihm erzählt, dass die lieben Verwandten allesamt der Mafia angehören, sieht Michael noch keine Probleme auf sich zukommen. Das ändert sich jedoch schnell. Die Mafia entdeckt Cromwell’s als Geldwaschanlage, Michael hat plötzlich das FBI am Hals, und Gina will auch nichts mehr von ihm wissen. Wirklich außer Kontrolle gerät das Ganze, als Gina den Mafia-Sprössling Johnny Graziosi (John Ventimiglia) aus Versehen erschießt. Nun verstricken sich Michael und Frank immer tiefer in Ausreden und Täuschungsmanöver, um Johnnys Vater Vito davon abzuhalten, ihn umzubringen.

MICKEY BLUE EYES ist ein Film, der nur von der Situationskomik lebt. Die aberwitzige Geschichte allein bringt’s nicht, und zwischen Grant und Tripplehorn fliegen nicht gerade Funken. Doch Produzentin Elizabeth Hurley hat die alte Garde aus den Paten-Filmen eingekauft, und die fegen einen schier aus dem Kinosessel, allen voran James Caan als Ginas schlitzohriger Vater Frank. Auch Joe Viterelli kommt immer wieder gut als loyaler Mann fürs Grobe, ob er nun Robert DeNiro in ANALYZE THIS einen Psychiater organisiert oder eben hier Hugh Grant unter die Arme greift. Grant ist zwar kein Billy Crystal, aber in seiner üblichen Tolpatschrolle schlägt er sich tapfer.

Der Film krankt vor allem daran, dass Mord eben nicht komisch ist - es sei denn, man übertreibt derart gnadenlos, dass die Absurdität der Situation den Karren aus dem Dreck zieht. Dazu fehlte aber den Machern wohl der Mut, was mir das Ende etwas verleidet hat. Wer Jeanne Tripplehorn in SIE LIEBT IHN, SIE LIEBT IHN NICHT gesehen hat, wird von ihr wahrscheinlich auch enttäuscht sein, denn im Gegensatz zu den Herren darf sie ihrem komischen Talent nicht Ausdruck verleihen.

Dennoch, ein herrlich komischer Film, den ich mir unbedingt noch mal im Original ansehen werde, um Hugh Grant mit Brooklyn-Akzent zu hören.

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Christina Gross

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Zuletzt geändert: 07. September 2005