Vulkane - Ring of FireEin IMAX-FilmMonikas Meinung:
Im letzten Jahr eröffnete das zweite IMAX-Filmtheater in Speyer, der erste IMAX-Dom in Deutschland. Die Filme werden hier auf eine Kuppel projiziert, deren Fläche um ca. 60% größer ist als die Leinwand im benachbarten IMAX-Classic. Mehr noch als dort hat der Zuschauer den Eindruck, in einen dreidimensionalen Raum zu blicken, ein Gefühl, das durch die gewölbte Fläche um ein Vielfaches verstärkt wird. Die Soundanlage entspricht der in einem "normalen" IMAX-Theater, nämlich 22.000 Watt in 6-Kanal-Digitalton, realistischer kann man es kaum haben. Der Projektor, der nötig ist für diese "Rundherum-Projektion" wiegt übrigens sechs Tonnen. "Ring of Fire" ist eine phantastische Reise zu den Vulkanen, die rund um den Pazifik den sog. Feuerring bilden. Wer nun jedoch glaubt, er bekäme 40 Minuten lang nur Lava zu sehen, wird schnell eines besseren belehrt. Der Film handelt hauptsächlich von den Auswirkungen, die die Kräfte der Natur auf das Leben der Menschen haben, die sich in ihrem Einflußbereich angesiedelt haben. So wird der Zuschauer z.B. auf einen Flug über San Francisco mitgenommen, wobei Bilder des Erdbebens von 1989 eingeblendet werden oder auf eine Reise zum Mount Saint Helens nach dem verheerenden Ausbruch vom Mai 1980. Man "fliegt" dabei in niedriger Höhe über das Gebiet, und die Illusion wirklich zu fliegen ist so stark, daß nicht schwindelfreie Zuschauer mehr als einmal das Bedürfnis haben, sich irgendwo festzuhalten... Die Reise geht weiter zu den aktiven Vulkanen auf Hawaii, wo die Liebhaber von rotglühender Lava endlich auf ihre Kosten kommen werden, danach führt die Reise weiter nach Indonesien, wo viele Traditionen eng mit den Vulkanen verknüpft sind. Wenn man dem Film Glauben schenken darf, so sind es die Japaner, die am "lockersten" mit der ständigen Bedrohung von Vulkanausbrüchen und Erdbeben umgehen - sie sind allerdings auch diejenigen, die am besten darauf vorbereitet sind. Alles in allem ist der 40-Minuten-Film ein Erlebnis für jeden, der schöne Naturaufnahmen zu schätzen weiß und sich für das Gefühl begeistern kann, das ein IMAX-Besuch jedesmal von neuem erweckt: Selbst mitten im Film zu sein, so als würde die zweidimensionale Leinwand sich plötzlich um eine Dimension erweitern. |
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Copyright 1998 Christina Gross & Monika Hübner |