Stadt der EngelEin Film von Brad SilberlingMit Meg Ryan, Nicolas Cage, André Braugher, Dennis FrantzChristinas Meinung: Der Engel Seth (Nicolas Cage) verliebt sich in die Ärztin Maggie (Meg Ryan). Allerdings gibt es da ein Problem: Engel können sich normalen Menschen zwar zeigen, aber sie können nichts fühlen und menschliche Freuden nicht teilen. Trotzdem verliebt sich auch Maggie in den geheimnisvollen Fremden, der direkt in ihre Seele zu schauen scheint. Als Seth in Maggies Krankenhaus Nathan (Dennis Frantz) kennenlernt, scheint sich ihm ein Ausweg aus seinem Dilemma zu eröffnen, denn Nathan war früher selbst ein Engel und hat dieses Dasein für eine Frau aufgegeben. Seth ist hin- und hergerissen zwischen der Ewigkeit und der Frau, die er liebt, während Maggie versucht, aus ihm schlau zu werden. Schließlich wagt er den entscheidenden Schritt. STADT DER ENGEL ist ein romantischer Liebesfilm mit einer exzellenten Besetzung und schönen Bildern. Den Vergleich zum Original, DER HIMMEL ÜBER BERLIN von Wim Wenders, kann ich nicht ziehen, da ich den Film nicht kenne. Meg Ryan zeigt mal wieder, daß sie mehr kann, als nur niedlich aussehen. Nicolas Cage läßt zwar weißes Gewand, Flügel und Heiligenschein vermissen und ist wie alle Engel im Film schwarz gekleidet, aber die seelenvollen Blicke und die verklärte, abgehobene Aura beherrscht er meisterhaft. Die beiden sind für mich das Paar des Jahres. Ein weiteres Plus des Filmes ist Dennis Frantz als Schwerenöter Nathan, der Seth auf handfeste Weise vermittelt, daß es sich lohnt, ein Mensch zu werden. André Braugher, bekannt als grimmiger Polizist aus der Fernsehserie HOMICIDE, vertritt hier als Cassiel die Position der Engel. Los Angeles, die Stadt der Engel, wurde von John Seale in herrlichen Bildern dargestellt, und bei den Bildern von Lake Tahoe bin ich dann endgültig dahingeschmolzen. Seale hat sein Können schon bei Filmen wie DER ENGLISCHE PATIENT, CLUB DER TOTEN DICHTER oder RAIN MAN unter Beweis gestellt. Die Musik von Gabriel Yared ist die perfekte Untermalung dafür. Der Film erliegt jedoch nie der Versuchung, ins Kitschige abzugleiten. Ein rundum gelungenes Kinoerlebnis, das wohltuend von dem Einheitsbrei absticht, der uns in diesem Jahr geboten wird. |
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